So erreichst du uns: Fon. +49 234 - 91 79 83 80
Sprachreisen suchen - finden - buchen!


Hier informieren wir über Aktuelles zu uns, Sprachreisen, Kulturen & co!

Kategorien




25.03.2014 - Fit durch Sprache

Es ist allgemein bekannt, dass Mehrsprachigkeit in der Berufswelt hoch im Kurs steht. Auch im privaten Bereich können Kenntnisse verschiedener Sprachen durchaus hilfreich sein. Doch damit nicht genug, Wissenschaftler bestätigen, dass das Erlernen einer Zweit- oder Drittsprache einen positiven Einfluss auf die Gehirnentwicklung hat.

Im Gehirn werden verschiedene Bereiche durch Sprache angesprochen. Entscheidend für das Verstehen von Sprache ist das Wernicke-Areal. Die Produktion von Sprache, also das Finden von Wörtern und das Bilden von Sätzen, findet im Broca-Areal statt. Mehrsprachige Personen benutzen dieselben Hirnareale wie einsprachige Menschen, jedoch sind die betreffenden Sprachregionen bei multilingualen Menschen besser ausgebildet. Besonders der anteriore zinguläre Kortex, ein Teil des Brocaschen Sprachzentrums in der Großhirnrinde, der unter anderem Entscheidungsprozesse steuert, ist aktiver. Früher glaubte man, dass Mehrsprachigkeit ein Nachteil für Kinder sei, weil sie dadurch in ihrer geistigen Entwicklung verwirrt oder sogar behindert werden. Heute weiß man, dass im Gehirn alle erlernten Sprachen aktiv sind, auch wenn nur eine gesprochen wird. Bei jedem Wort wählen mehrsprachige Menschen aus, in welcher Sprache es gesprochen wird und beanspruchen das Areal, das für die für Planung, das Lösen von Problemen und mental schwierige Aufgaben zuständig ist. Ebenso wie der Körper von Sportlern sich auf körperliche Leistungen einstellt, gewöhnt sich unser Gehirn an die Beanspruchung. So fällt es leichter, sich auf mehrere Dinge abwechselnd zu konzentrieren und unwichtige Dinge zu ignorieren.

Doch damit nicht genug: Forscher haben herausgefunden, dass zweisprachige Senioren ihr Gehirn länger leistungsfähig einsetzen können als einsprachige Altersgenossen. Es wird außerdem vermutet, dass Mehrsprachigkeit einen mildernden Effekt auf das Auftreten von altersbedingter Demenz habe. Im Schnitt setzt bei zwei- oder mehrsprachigen Personen Alzheimer erst fünf Jahre später ein.

Um das Gehirn lebenslang fit zu halten muss man Fremdsprachen nicht von Kindesbeinen an können. Es ist zwar erwiesen, dass Kinder und Jugendliche, die schon eine Fremdsprache beherrschen, leichter andere Sprachen erlernen als ältere Menschen, Grundvoraussetzung für den Erfolg ist aber einfach eine ausreichende Motivation. Egal in welchem Alter, am besten erlernt man eine Sprache, wenn man sie spricht. Bei einem Sprachaufenthalt ist man von der gewünschten Sprache umgeben und kann zusätzlich noch einen tollen Urlaub verbringen. Wer hätte gedacht, dass man durch eine einfache Sprachreise seine Lebensqualität bis ins Alter steigern kann?


Kommentar schreiben

Kommentar