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30.09.2014 - Eine Sprachreise, zwei Städte und unzählige Erinnerungen
Kategorie(n): Urlaub || Kommentar hinterlassen?

Du überlegst, eine Sprachreise zu machen, kannst dir aber nichts Genaues darunter vorstellen? Dann bist du hier genau richtig! Jeweils eine Woche habe ich in Montpellier und Nizza Französisch gelernt und hoffe, dir das Erlebnis einer Sprachreise etwas näher bringen zu können. Gastfamilie oder Studentenwohnheim? Universitätsstadt oder Touristenhochburg? Vielleicht kann dir dieser Artikel dabei helfen, deine perfekte Sprachreise zu finden!

Die Unterkunft

Voller Erwartungen stieg ich in Montpellier aus dem Flieger und erblickte gleich meinen Namen auf dem Schild eines älteren Ehepaars. Schon im Auto konnte ich meine (zugegeben etwas eingerosteten) Französischkenntnisse gebrauchen. Die Familie sprach langsam mit mir und unterstützte mich, wenn ich Probleme hatte. Es stellte sich heraus, dass sie fließend Deutsch und Englisch sprachen – aber keine Chance, diese Woche wird nur Französisch geredet! Selbst mit meiner Gastschwester, einer Studentin aus Schottland, wurde vorbildlich Französisch gesprochen – zumindest zu Hause. ;) Der Weg zum Supermarkt und auch zur Schule wurde mir gezeigt, sodass ich nicht allein in Montpellier herumirren musste. Während der Woche erkundigten meine Gasteltern sich nach meinem Tag und ich hatte alle Freiheiten, die ich wollte.

In Nizza machte ich mich auf eigene Faust auf zum Studentenwohnheim, wo ich schon von einer Praktikantin der Schule und meinen neuen Mitbewohnern erwartet wurde. Schnell waren alle Regeln erklärt und die Antworten auf alle meine Fragen gefunden. Das Apartment war zwar etwas hellhörig, aber mit allem Nötigen ausgestattet. Problemlos habe ich Anschluss gefunden: In der Küche fand man oft jemanden zum Quatschen und es wurde auch etwas zusammen unternommen. Französisch hörte man hier allerdings selten, Deutsch oder Englisch fiel uns allen leichter und man ist ja bequem…

Also: Gastfamilie oder Studentenapartment? Für den Lernfortschritt ist eine Gastfamilie sehr hilfreich, aber in einem Wohnheim bekommt man schneller Kontakt zu anderen Sprachschülern.

Schule und Unterricht

In Montpellier besuchte ich die Schule ILA, die keine 5 Minuten vom zentralen Platz der Stadt entfernt liegt. Die Schule ist sehr gut ausgestattet und wurde zu der Zeit renoviert. Am ersten Morgen gab es eine generelle Einführung, danach begann gleich der Unterricht. Einen Einstufungstest hatte ich schon von zu Hause aus erledigt. Der Unterricht ist sehr strukturiert: am Anfang schreibt die Lehrerin die Tagesziele an eine kleine Tafel an der Tür. Mit Übungen, Spielen und Diskussionen wird jeder einzelne Schüler zum Sprechen animiert.
Das Team von ILA ist sehr freundlich und hilfsbereit. Sie sprechen mit den Schülern immer Französisch, bieten aber Englisch an, wenn es Verständnisschwierigkeiten gibt.

Auch die Schule Alpha.b in Nizza empfing mich mit offenen Armen. Hier wurde der erste Tag für einen Einstufungstest genutzt. Dadurch begann der Unterricht erst einen Tag später, der Test umfasste aber auch ein kleines Gespräch, um das Level möglichst genau zu bestimmen. Im Kurs wurden weniger Grammatikthemen als in Montpellier behandelt, diese aber nicht nur mit klassischen Aufgaben geübt, sondern auch in Gesprächen und Rollenspielen passiv wiederholt und gefestigt. Auch das Team von Alpha b ist immer ansprechbar. Die Türen zum Büro stehen jedem offen und Probleme werden im Handumdrehen gelöst.
Die Schule liegt sehr zentral, nicht weit von Einkaufsmöglichkeiten oder dem Strand entfernt.

Die Schulen bieten Ausflüge in die Umgebung an, aber es lohnt sich auch, mit ein paar anderen Studenten auf eigene Faust die Gegend zu erkunden.

Stadt und Umgebung

Montpellier ist eine französische Studentenstadt mit ganz eigenem Charme. Die lebendige, autofreie Innenstadt beeindruckt mit ihrer eher klassischen Architektur, während das neuere Stadtviertel Antigone eher eine massivere Bauweise aufweist. Die Stadt liegt nicht genau an der Küste, dank gut funktionierendem Straßenbahnnetz gelangt man aber schnell dorthin. Auf dem Weg zum Strand bekommt man einen Einblick, wie schnell sich Montpellier ausdehnt. Es werden abwechslungsreiche Apartmentblocks gebaut, die der Stadt ein wieder neues Gesicht verleihen.
Die Umgebung ist die eine oder andere Reise wert. Mit günstigen Fernbussen erreicht man Küstenorte wie Aigues Mortes oder das etwas futuristische La Grande Motte und alte Städtchen, wie das malerische Bergdorf Saint-Guilhem-le-Désert oder das künstlerische Pézenas.

Nizza setzt eher auf Wow-Effekte als das gemütliche Montpellier. Die atemberaubende Strandpromenade und der Yachthafen geben wunderbare Fotomotive ab. Auch wenn man einen Intensivkurs besucht, kann man sich danach noch an den Strand legen und das Meer genießen. In der Altstadt finden sich viele Möglichkeiten für lange Abende. Mein Highlight war allerdings der Jardin Albert 1er mit seinen (nachts beleuchteten) Wasserspielen. Auch in der Nebensaison (ich kann persönlich nur für September sprechen) tummeln sich in Nizza noch viele Touristen, die dem Charme der Côte d’Azur erlegen sind.
Rund um Nizza finden sich viele sehenswerte Ausflugsziele. In Monaco, Cannes oder dem etwas weiter entfernten Saint Tropez spürt man die Aura des Geldes, aber in beschaulichen Bergdörfern wie Saint Paul de Vence oder Èze findet man kleine Gässchen und beeindruckende Aussichten.
Ich war erst ein wenig skeptisch, da man hier mit Nizza hauptsächlich Partys verbindet, aber Stadt und Region haben sehr viel mehr zu bieten als ein aufregendes Nachtleben!

Mir hat es in beiden Städten sehr gut gefallen. Für einen längeren Aufenthalt würde ich Montpellier mit seinem studentischen Flair vorziehen, für ein paar Wochen ist Nizza jedoch ein perfektes Urlaubsziel. Eine Woche ist aber an jedem Ort viel zu kurz! Sobald man entdeckt, was alles möglich wäre, steigt man auch schon wieder in den Flieger. Auch zum Erlernen der Sprache bieten sich mindestens 3 Wochen an. Wenn man (wie ich) nur seine verschütteten Sprachkenntnisse ausgraben will, reichen 2 Wochen grade aus… für größere Lernfortschritte sollte man länger mit der Sprache konfrontiert sein.

Das Gute an einer Sprachreise ist, dass man – da viele alleine reisen – sehr schnell tolle Leute kennenlernt. Dadurch ist keine Reise gleich. Also worauf wartest du noch? Entscheide dich für ein Ziel und stürz dich in dein eigenes Abenteuer! :)

Mit französischen Grüßen,
Esther


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