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03.02.2016 - Kulturschock? Hier gibt’s Tipps!
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Reisen… auch wenn man kaum eine gängige Definition für dieses Verb findet, ist es doch für manche Menschen das Schönste auf der Welt oder zumindest ihre große Leidenschaft.

Für viele steigt schon die Vorfreude auf die Reise beim buchen und wenn es dann nur noch wenige Tage zum langersehnten Abflug sind, dann merkt man die Aufregung und das Kribbeln in der Bauchregion immer mehr. Die letzten Erledigungen müssen gemacht werden, Koffer packen, die übrigen Lebensmittel aufbrauchen und bloß nicht die Flugtickets vergessen auszudrucken. All diese wirren Empfindungen  von Vorfreude und Nervosität kommen zusammen, denn schließlich weiß man als Reisender selten was man haargenau zu erwarten hat und was da auf einen so zukommen kann.

Ich als leidenschaftlicher Reise-Fan finde das Tolle am Reisen ist einfach in eine andere Welt eintauchen zu können und es fiel mir immer schwer Menschen zu verstehen, die sich in fremden Ländern und Kulturen nicht wohlfühlten und sehnlichst nach Hause wollten. Ich war der festen Überzeugung es mangele ihnen an Toleranz und Interesse für Fremdes. Doch auch ich muss leider zugeben, dass ich bis dato einfach noch keinen richtigen Kulturschock erlebt hatte, und daher auch kein Verständnis für all jene aufbringen konnte, die schnellstmöglich in ihre schwergeliebte Heimat zurück wollten, anstatt das Fremde zu erkunden.

Der Kulturschock

Was ist das überhaupt? Der Kulturschock beschreibt den Gemütsverlauf eines Menschen, der mit einer fremden Kultur aufeinander trifft. Der Begriff wurde von der amerikanischen Anthropologin Cora DuBois in den 50er Jahren geprägt. Der schwarze Graph zeigt den „tradiotionellen“ Verlauf des Kulturschocks, während der blaue Graph den angestrebten verlauf anzeigt, welchen man mit Hilfe unserer Tipps erreichen kann. Ein Kulturschock tritt nicht nur bei Fernreisen oder längeren Auslandsaufenthalten auf, nein auch bei kurzen Urlauben, kann er auftreten, meist jedoch in mäßiger oder nur geringer Form. Das Phänomen „Kulturschock“ zeigt einen Verlauf an, der sich aus den zwei Komponenten „Aufregung“ und „Zeitdauer“ zusammensetzt. Die Aufregung bzw. der Gemütszustand des Reisenden verändert sich im Laufe der Reisedauer.  Ebenfalls hat der „Kulturschock“ verschiedene aufeinanderfolgende Phasen, die ich Euch kurz erläutern möchte und zu jedem einzelnen eventuelle kleine Tipps parat habe, um das Empfinden des Kulturschocks abzumildern:

Phasen des Kulturschocks

Quelle: expat-news

1.Ausreise: Der erste Schritt einer Reise und somit auch die Voraussetzung für einen möglichen Kulturschock ist zu aller erst einmal das Verlassen des Heimatlandes. Meist ist dieser Aufbruch mit Vorfreude und Aufregung verbunden.

Tipp: So einen wirklichen Tipp kann man hier kaum geben, denn an Vorfreude und Aufregung ist nichts Falsches. Genießt diese Emotionen einfach, denn ich werde Euch mit Sicherheit nicht raten die Vorfreude zu unterdrücken

2.Honeymoon: Honeymoon beschreibt die Ankunft und ersten Stunden bzw. Tage in der Reisedestination. Der Reisende freut sich dem Alltag daheim entfliehen zu können und genießt wohlmöglich einfach nur das Urlaubsgefühl, welches er jetzt hat. In dieser Phase steigen die Aufregung und die positiven Emotionen auf das Maximum.

Tipp: Gleiches gilt hier wie beim ersten Tipp. In dieser Phase ist die Euphorie an ihrem Höhepunkt und man sollte diese Gefühle genießen. Sehen Sie alles Neue als Bereicherung Ihres Lebens und nehmen Sie so viele tolle neue Eindrücke wie möglich mit.

3.Fremdkulturschock: Dieses Stadium wird erreicht wenn der Reisende mit befremdlichen Gewohnheiten oder Verhaltensweisen konfrontiert wird, die in ihm Unbehagen hervorbringen. Er wünscht sich in sein gewohntes Umfeld zurück, in welchem er sich besser verstanden fühlt.

Tipp: Während dieser Phase ist es wichtig, positiv zu bleiben und sich nicht in die negativen Aspekte der Fremdkultur hineinzusteigern. Akzeptieren Sie andere Bräuche und Sitten und versuchen Sie die fremde Kultur zu verstehen. Am besten gelingt dieser Schritt, wenn man sich im Vorfeld über die fremde Kultur informiert und sich somit darauf einstellen kann.

4.Anpassung: Auf den eigentlichen Kulturschock folgend ist die Anpassungsphase. In dieser Phase beginnt der Reisende sich mit den befremdlichen Gegebenheiten auseinander zu setzen und in den meisten Fällen beginnt er nach einer gewissen Zeit der Akzeptanz auch diese zuvor befremdlichen Gewohnheiten wertzuschätzen. Wenn dieser Schritt getan ist, ist die Phase der Anpassung vorbei und der Reisende kann den restlichen Urlaub oder Auslandsaufenthalt genießen.

Tipp: Ziel des Reisenden sollte es sein, diese Phase schnellstmöglich zu erreichen. Wer es in dieses Stadium geschafft hat, der hat die Fremdkultur akzeptiert und sich ein Stück weit eingelebt. Durch das Eingehen auf die fremden Sitten, wird der Reisende genau diese Gewohnheiten eventuell für sich selbst übernehmen.

5.Rückkehr:Die fünfte Phase sagt eigentlich schon genau aus, was sie beinhaltet. Es geht nämlich um die Abreise aus dem vorübergehenden Aufenthaltsort. Meist steigt hierbei die Freude auf Zuhause wieder, gerade nach einem langen Auslandsaufenthalt. Daher steigt auch der oben angezeigte Graph auf der Skala der Aufregung an.

Tipp: Welchen schöneren Tipp gibt es hierbei als sich einfach auf Zuhause zu freuen.

6.Eigenkulturschock: Der Eigenkulturschock beschreibt die Phase nach der Ankunft aus dem Auslandsaufenthaltsort. In dieser Phase beginnt der Zurückgekehrte an die Reisezeit zu denken und die Fremdkultur zu vermissen. Eventuell hat er sich bestimmte Gewohnheiten angeeignet und jetzt Schwierigkeiten mit der eigenen Kultur. Die zuvor erfolgte Anpassung macht ihm nun Beschwerden. Mit der Zeit wird sich dieses Gefühl wieder relativieren und er wird sich in seinem Heimatland genauso wohl fühlen wie zuvor.

Tipp: Handeln Sie wie auch bei dem Fremdkulturschock und versuchen Sie zu vermeiden sich in diese Gefühlslage hineinzusteigern. Seien Sie froh eine tolle Auslandserfahrung gemacht zu haben und seien Sie dennoch gleichzeitig glücklich wieder Zuhause zu sein in Ihrem gewohnten Umfeld und bei Familie und Freunden.

Ich denke jedes „Kulturschock-Phänomen“ übt sich unterschiedlich auf Personen bzw. Reisende aus, dennoch gibt es eine nützliche Richtlinie an die sich jeder versuchen kann zu halten.

Seien Sie weltoffen und begegnen Sie fremden Kulturen mit Neugier und ganz wichtig, mitToleranz!

 


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